20200922_140236_resized.jpg

Was ist Dualaktivierung®?

Die Dual-Aktivierung® ist eine von Michael Geitner entwickelte Trainingsmethode für Pferde und Ponys aller Reitweisen.

Wir arbeiten gezielt mit blau-gelb Farbreizen. Dies sind die Farben, die das Pferd am besten sieht.

Die Dual-Aktivierung® ermöglicht den Pferden ein schnelleres Hin- und Herschalten zwischen den beiden Gehirnhälften.

Dabei wird zunächst die Balance des Pferdegehirns trainiert, denn die Ausgeglichenheit der beiden Hirnhemisphären ist die Voraussetzung für optimales Lernen und somit für ein optimal trainiertes Pferd.

Michael Geitner hat Übungen aus der klassischen Pferde- und Reitausbildung, die sich seit langem bewährt haben, durch die DUAL-Gassen «sichtbar gemacht» und dadurch ein geniales Trainingskonzept entwickelt.

Ständige Rechts-Links-Reize, Biegen und Geraderichten verhelfen dem Pferd, seine Bewegungskoordination und Balance zu verbessern und seine Hinterhand zu aktivieren. Die Pferde reagieren durch gesteigertes Körperbewusstsein in Stresssituationen gelassener.

 

Die Dual-Aktivierung® erlaubt uns, unsere Vierbeiner in Trainingseinheiten von max. 30min effektiv zu trainieren.

Die Säulen der Dual-Aktivierung®

Konzentration Mensch

Um mit einem Pferd kommunizieren zu können, müssen wir es „lesen“ können. Das scheint so selbstverständlich zu klingen, doch wir lassen uns allzu gerne von anderen Dingen ablenken und verlieren die Konzentration auf das, was wir gerade tun.

Der Mensch hat mit den gelegten Gassen einen Plan und kann vorausschauend und konzentriert arbeiten. Die Übungen sind vorgegeben, was hilft, sich auf das Pferd konzentrieren zu können.

Konzentration Pferd

Konzentration = Aufnahmefähigkeit + Verarbeitung = nachhaltiger Lerneffekt

Je aufmerksamer ein Pferd ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass es dem ihm dargebotenen Reiz lernt und abspeichert. Ist das Pferd gestresst und unter Druck wird das Lernen stark eingeschränkt.

Die Konzentration des Menschen, der Aufbau des Dual-Aktivierungsparcours, die Art der Übungen und nicht zuletzt die Farben helfen dem Pferd sich zu konzentrieren.

Blau/gelbe Farbreize und Arten der Übungen

Während eines Dual-Aktivierungs-Parcours wird das Pferd animiert selbstständig mitzuarbeiten und sich nicht immer nur auf den Führer oder Reiter zu verlassen. Der Mensch bestimmt das Tempo und die Richtung, das Pferd hat die Aufgabe «seine Beine zu sortieren» sowie seine Koordination und Balance zu verbessern.

Die Farben regen zudem die Aufmerksamkeit des Pferdes zusätzlich an.

Pferde mit Zeitsystem trainieren

Ein Intervalltraining wechselt zwischen intensiver Belastungsphase und Erholungsphase. Das Pferd erholt sich nicht komplett, während der Pausen und somit wird ein Trainingsanreiz gesetzt. Durch den periodischen Tempowechsel und der abwechselnden Muskelbelastung, steigert sich die Leistung.

Das Intervalltraining: 6 Einheiten á 3 Minuten und 1 Minute Pause

 

Longieren in der Dual-Aktivierung®

Das Pferd wird an der Longe und am Kappzaum durch einen gelegten Parcours und verschiedene Elemente longiert. Hierfür verwenden wir immer unsere blau/gelben Dualgassen und Pylonen. Abwechselnd werden lösende, versammelnde und koordinierende Übungen eingebaut. So wie wir es auch vom Reiten kennen. Der durchdachte Parcours wird so gestellt, dass das Pferd in Stellung und Biegung longiert wird und dabei die Koordination und Balance fördert.                                                       

Beim Logieren geht das Pferd nur ein paar Runden im Schritt, dann gehen wir zügig zur Trabarbeit über. Braucht ein Pferd eine längere Aufwärmphase, so sollte das Aufwärmen vor dem Longieren geschehen.

Die longierte Dual-Aktivierung® hat sicherlich einen gewissen Spassfaktor, letztendlich ist sie eine

Variante gymnastizierender Arbeit, die hilft das Pferd gesund zu erhalten.

 

Die longierte Dual-Aktivierung® kann mit jedem Pferd oder Pony ausgeführt werden. Egal ob dies nur im Schritt geschieht oder auch im Trab. Der Galopp kann vor allem für Übergänge eingebaut werden, ist jedoch nicht einen elementaren Teil.

 

Die gerittene Dual-Aktivierung®

Die Dual-Aktivierung® kann auf Trense, sowie gebisslos geritten werden. Wir reiten NIE mit Ausbinder oder sonstigen Hilfsmittel. Wie in der longierten Dual-Aktivierung® reiten wir die Übungen in Stellung und Biegung. Der Reiter schaut voraus, wo er hin reiten möchte. Auf das Pferd zu schauen, bringt dich nicht dahin, wo du hin möchtest. Ist Ihr Pferd einmal geübt, können die Gassen bis auf einen hufbreite verengt werden. Das fördert den gewünschten Trainingseffekt extrem: Die Pferdebeine heben sich, die Hinterhand wird aktiviert. Die Hindernisse durch die Gassen werden immer am hingegebenen Zügel geritten, damit das Pferd selbst arbeitet und seinen Takt findet.

Die Übungen innerhalb der 3min Arbeitseinheit, werden jeweils 4x durchritten ehe man zum nächsten Hindernis geht.

Matthias Pöhler.jpg